Schematherapie

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Konzepte der Schematherapie in der Beratung mit Kinder, Jugendlichen und Eltern (ST-KJE)

Dreiteiliger Kurs mit je 2 Tagen zur Einführung und Vertiefung in die ST-KJE

Der Kurs ist sowohl für erfahrene Fachkräfte der Beratung geeignet wie auch für BerufsanfängerInnen.

Ziel
Die Teilnehmer*innen des dreiteiligen Kurses haben Kenntnisse über zentrale Aspekte und grundlegende Konzepte der Schematherapie. Sie erkennen hinter emotionalen und Verhaltensproblemen die zugrundeliegenden psychischen  Grundbedürfnisse, können diese mit zugrunde liegenden fehlangepassten (maladaptiven) Schemata in Verbindung bringen und sind in der Lage, diese Kenntnisse altersangemessen und bildungsunabhängig Kindern, Jugendlichen und deren elterlichen Bezugspersonen zu vermitteln. Sie kennen ihre eigenen Schemata und sind in der Lage, damit verbunden Selbstfürsorge zu praktizieren (Burnout-Prophylaxe).

Inhalt
Im Kurs werden zunächst die Grundzüge der Schematherapie (ST) nach Young skizziert, um im Verlauf auf Inhalte der Schemaberatung und des Schema-Coachings mit Eltern zu fokussieren. Im Zentrum des gesamten Kursangebotes stehen die Vermittlung und Einübung von Strategien, die sich in der schema- und modusgeleiteten, verhaltenstherapeutischen Praxis im Kindes- und Jugendalter bewährt haben.

Die ST kann im Kontext der sogenannten „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie eingeordnet werden und bezieht besonders die Emotionen, aber auch entwicklungspsychologische Gesichtspunkte zentral in ihre diagnostischen und therapeutischen Überlegungen mit ein. Schemata gelten dabei als tiefverwurzelte, fehlangepasste Muster (z.B. Misstrauen oder Emotionale Entbehrung), die aufgrund einer Interaktion von Temperament und emotionsintensiver psychosozialer Schlüsselsituationen (z. B.  Deprivationserfahrungen durch die Eltern oder Betreuungspersonen) entstanden sind. Darüber hinaus beruht Schematherapie auch auf einem Modell der „psychischen Grundbedürfnisse“ und ihrer „Schicksale“ im Lebensverlauf. Daher scheint die ST im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie einerseits, aber auch in der Elternarbeit bzw. Erziehungsberatungsstelle besonders geeignet, diagnostische, beratende und handlungsleitende Konzepte zu generieren.

Im ersten einführenden Teil (2 Tage) liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung des schematherapeutischen Erklärungsmodells (Grundbedürfnisse, Schemata, Bewältigungsstrategien, Modi) und wie dieses im Beratungskontext mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern erarbeitet werden kann. Erste Möglichkeiten der Diagnostik werden vermittelt und z.T. eingeübt  wie z. B. die Verwendung von Stammgeschichten, „Imaginäres Elterninterview“, Modus-Skizze und Modus-Interview.

Im ersten und zweiten Vertiefungsteil (mit jeweils 2 Tagen) werden zunächst auf Selbsterfahrungsaspekte eingegangen, die sich in eigenen Triggern und möglichen maladaptiven Schemata im Beratungskontext zeigen können. Vor dem Hintergrund der bisherigen  Praxiserfahrungen mit dem Konzept in der Arbeit vor Ort werden daran anknüpfend modusspezifische Interventionen vorgestellt, die auch im Beratungskontext gut integrierbar sind (z. B. Spieltherapie, Imaginationsübungen wie „Reise zum Clever-Modus“, Einsatz von Moduskarten sowie Modus-Memo).

Im Blick auf die Elternarbeit spielen zunächst elterliche Ressourcen, Bedürfnisse und Familienstrukturen eine Rolle. Dabei werden Edukationshilfen zum Schema- und Moduskonzept und die Vermittlung typischer dysfunktionaler Modus-Konstellationen zwischen Eltern und Kind (z. B. Vermittlung des Teufelskreis‘ in der Erziehung in Verbindung mit dem Modus-Konzept) aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt wird beim Thema  Elternarbeit auf das Schema-Coaching gelegt, in dem Transaktionsprozesse zwischen Eltern und Kind beleuchtet werden.

Methoden
Die Fortbildung bietet neben grundlegender Theorievermittlung viel praktische Anschauung durch Bild- und Videomaterial sowie kleine Übungen zur Übertragung in die eigene praktische Arbeit. Die vorgestellten schematherapeutischen Ansätze und Methoden sind zudem gut integrierbar in systemische Beratungskontexte, so dass im Allgemeinen an dort vorhandenes Wissen angeknüpft werden kann.

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